Homöopathie: Sie wirkt

Aponeo hat mit Cornelia Bajic, Ärztin und Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ), gesprochen. Unsere Frage: Immer wieder werden in großer Zahl Forschungen zitiert, denen zufolge Homöopathie keine oder bestenfalls eine Placebo-Wirkung hat. Was ist dran an den Forschungen?

Dass die Homöopathie wirkungsvolle Medizin ist, ist durch viele Studien der unterschiedlichsten Designs belegt. Sowohl kontrollierte-randomisierte Studien (RCTs) als auch Studien aus der Versorgungsforschung zeigen, dass die Homöopathie über einen reinen Placebo-Effekt hinaus wirkt: „Es liegen heute mehr als 200 randomisierte klinische Studien zur Homöopathie vor, von denen mehr als die Hälfte ein statistisch signifikantes und positives Ergebnis zugunsten der Homöopathie aufweist“, urteilt beispielsweise Dr. Michael Teut von der Charité Berlin.

Betrachtet man die insgesamt sechs durchgeführten Metaanalysen zur Homöopathie – das sind Überblicksstudien, die die Ergebnisse einzelner Studien zusammenfassen – wird deutlich, dass nur zwei dieser Metaanalysen ein negatives Ergebnis aufweisen. Das ist Konsens. Dennoch behaupten Kritiker, die Homöopathie könne nicht wirksam sein und zwar aufgrund der hohen Verdünnung und Verschüttelung (Potenzierung) der homöopathischen Arzneimittel. Das Wirkprinzip ist tatsächlich bis heute ungeklärt, die Wissenschaft beschäftigt sich aber bereits damit. Fakt ist aber, dass es wirkt.

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